SSDEin 2 oder 3 Jahre alter PC ist kein Rennpferd mehr. Diese Erfahrung hat wohl jeder Nutzer schon gemacht. Neuere Software und ständige Updates fordern ihren Tribut und machen den Rechner jeden Monat ein kleines bisschen langsamer. Im Zuge der Einführung von Windows 10 stellt sich dann natürlich die Frage: "Lohnt sich das jetzt noch oder soll ich mir lieber gleich einen neuen kaufen?". Überraschend oft lautet die Antwort: es lohnt sich, wenn Sie die Festplatte gleich noch gegen eine SSD austauschen!

Eine SSD ist eigentlich so etwas wie ein großer USB-Stick, der wie eine Festplatte eingebaut wird. Der Vorteil der SSD liegt in der in der Praxis rund viermal schnelleren Übertragungsgeschwindigkeit. Ein Windows 7, das normal in rund 90 Sekunden startet, benötigt mit SSD nur noch rund 20 Sekunden, bis es einsatzbereit ist, Mozilla Firefox startet in gut einer Sekunde statt fünf mit einer Magnetplatte. Die "gefühlte Schwuppdizität" steigt mit einer SSD also merklich an und macht vergessen, dass die anderen Komponenten im PC auch nicht mehr die neuesten sind.

Wenn nun noch der verbesserte Startmechanismus von Windows 10 dazukommt, ist ein PC innerhalb von 10 Sekunden nach dem Einschalten einsatzbereit.

Systemsteuerung WindowsAuf diese Weise lässt sich auch ein etwas älteres Gerät noch 2-3 Jahre länger nutzen, bevor der nächste fällig ist. Als Hinweis darauf, ob sich ein Umrüsten lohnt eignet sich ein sog. CPU-Benchmark. Dieser gibt in einem Punktesystem an, wie leistungsfähig der eingebaute Prozessor ist. Unter

findet sich ein Benchmark der Firma Passmark. In diesem sollte der vorhandene Prozessor mindestens 2000 - 2500 Punkte haben, damit Windows 10 darauf flüssig läuft. Welcher Prozessor im eigenen PC eingebaut ist, lässt sich unter Systemsteierung -> System herausfinden. Außerdem sollte der Arbeitsspeicher des PC mindestens 4 GB groß sein. Ist der Arbeitsspeicher kleiner, lässt er sich meist für einen kleinen Aufpreis erweitern.

Die Umrüstung erfolgt durch Umkopieren der kompletten Installation von Windows 7 auf eine SSD mit 256 GB Kapazität. Danach wird die Magnetplatte gelöscht und fungiert in Zukunft als Datenspeicher für Fotos, Videos und Office-Dateien. Nach dem Umkopieren erfolgt in einem zweiten Schritt das Upgrade auf Windows 10. Inklusive SSD belaufen sich die Kosten auf rund 250 €.