NAS

Ein NAS (=Network Attached Storage) ist ein Gerät, dessen Hauptaufgabe in der Speicherung von Dateien besteht. Das tut es auf zwei, vier oder mehr Festplatten und ist dabei im Vergleich zu einem "richtigen" Server extrem stromsparend. Allerdings ist NAS nicht gleich NAS. Wir zeigen Ihnen, wo die Unterschiede liegen und worauf Sie beim Kauf achten müssen.

Schnell oder langsam

Wie bei einem "richtigen" Server gibt es auch bei NAS-Geräten Sprinter und Schleicher. Das ist auch in Ordnung, denn gerade die Geschwindigkeit bestimmt wesentlich den Preis des Basisgeräts. Wer nachts seine gesamten Daten einmal auf ein NAS sichert, dem kann es egal sein, ob die Sicherung schon morgens um 02:00 Uhr oder erst um 05:00 beendet ist. Hier genügt ein langsames NAS. Ein schnelles NAS wird hingegen derjenige zu schätzen wissen, der seine Dateien im Original auf dem NAS ablegt und es als Fileserver benutzt. Hier schaffen es langsame NAS nicht, die volle Geschwindigkeit des Netzwerkes auszunutzen. Dieser Effekt tritt bei mehreren Benutzern im Netz natürlich verstärkt auf.

Immer genug Strom

NAS-Geräte reagieren empfindlich auf Stromausfälle. Das liegt daran, dass meist mehrere Festplatten zu einem logischen Laufwerk zusammengefasst sind, bei dem die Daten verteilt oder gespiegelt gespeichert werden. Gerät bei dieser Verteilung der Daten auf die einzelnen Laufwerke etwas durcheinander, ist mindestens ein sog. Rebuild, also ein Wiederaufbau des Verbunds notwendig, der auch schon mal 1-2 Tage dauern kann. Wenn es noch schlimmer kommt, können die Daten auf den Platten auch nicht mehr zuzuordnen und somit unlesbar sein. Das kann dann nur noch ein teurer Spezialdienst retten. Daher lautet die Regel: Kein NAS ohne USV! Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung filtert Spannungshänger und -spitzen heraus und versorgt das NAS über seinen Akku für einige Minuten bis zu einer knappen Stunde mit Strom, wenn die Netzspannung ausfällt. Das hilft bei Gewittern genauso wie bei unvorsichtigen Handwerkern.